Archiv für den Monat: April 2013

Thema der Liberalen Gespräche am Fluss: „Entbürokratisierung in der Pflege“.

Seit längerer Zeit schon erfreut sich eine Veranstaltungsreihe der Kasseler Liberalen einer zunehmenden Beliebtheit. Abseits von Parteidiskussionen und Wahlkampf werden aktuelle gesellschaftliche Themen und Probleme aufgegriffen und mit Fachleuten vor interessiertem Publikum, liberalen Angehörigen genauso wie Interessierte aus der Öffentlichkeit, diskutiert. Auch Beiträge aus dem Zuhörerkreis werden dabei einbezogen. Die Reihe ist mittlerweile bekannt als „Liberale Gespräche am Fluss“, denn sie finden jeweils in einem Restaurant am Kasseler Auedamm statt.

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Mitglieder der Kreisvorstände der Liberalen aus Kassel-Stand und Land stellten sich am Ende der denkwürdigen Veranstaltung am Kasseler Auedamm mit den Referenten des Podiums dem Fotografen.

Die jüngste Veranstaltung stand im Zeichen eines brisanten aktuellen Themas, es ging um eine Entbürokratisierung in der Altenpflege. Ausgesprochene  Praktiker bildeten die Diskussionsrunde auf dem Podium. Dazu war Elisabeth Beikirch, die (parteiunabhängige) Ombudsfrau für Entbürokratisierung in der Pflege im Bundesgesundheitsministerium, aus Berlin angereist. Ihr zu Seite saßen Michael-Arne Schüssl, Regionalgeschäftsführer der Barmer GEK Kassel, Pfarrer i.R. Hans-Joachim Nölke vom Kasseler Senioren-Beirat der Heime und Sandra Möller, Pflegereferentin der Diakoniestationen der Evangelischen Kirche in Kassel,. Vertreter von Pflegediensten der Stadt hatten unverständlicherweise ihre Teilnahme abgesagt. Moderiert wurde die Runde von Dr. Carola Janusch, der stellvertretenden Vorsitzenden der Liberalen in Kassel. MdB Mechthild Dyckmans hatte zuvor alle Teilnehmer begrüßt.

In der über zweieinhalb Stunden dauernden Veranstaltung wurden vielfältige Fragen und Problemkreise aufgeworfen und diskutiert, die mit der zunehmenden Notwendigkeit von ambulanten und stationären Pflegediensten entstanden sind. Die wachsende Bürokratisierung wirkt sich dort vielfach hemmend aus, da sie sich zu Lasten der tatsächlichen Betreuungszeiten auswirkt. Auch eine künftige Einbindung in der Pflege von Integrationsanteilen in der urbanen Bevölkerung wurde zum Thema.

Eine Bilanz des Abends war die gewonnene Erkenntnis, dass die Hemmnisse durch bürokratische Dirigismen dringend auf eine notwendige Dimension zurückgefahren werden müssen. Das Problem ist mittlerweile wohl erkannt und alle an Pflegedienstleistungen Beteiligten sind aufgefordert, aktiv an einer Neuausrichtung mitzuwirken. Die Ombudsfrau aus Berlin ihrerseits nimmt ihren Auftrag sehr ernst und wirkt dabei auf die Politik von Regierung und Parlament ein. Sie warb um ständige Unterstützung von der Basis.

Die aus Fuldatal anwesenden Gäste erlebten erneut einen instruktiven Abend, der einer politischen  Meinungsbildung im Besonderen diente.

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